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Schulprogramm

Achtung: Das Schulprogramm wird derzeit erneuert und den Veränderungen der letzten fünf Jahre angepasst. Dies kann noch bis zum Ende des Schuljahres 2015/16 andauern.

 

 

Damit wir Sie aber über die neusten Entwicklungen informieren können, finden Sie unter diesem link eine pdf-Version unserer vorläufigen Fassung des Schulprogramms, die noch durch einige Gremien genehmigt werden muss.

 

 

 

Bisher gültiges Schulprogramm aus dem Jahr 2009/10

 

 

Vorwort


Die Sophie-Charlotte-Oberschule (SCO) ist ein Gymnasium im Herzen Berlins in unmittelbarer Nähe zum Kurfürstendamm. Unsere Schule wurde 1857 als erste „Höhere Töchter Schule“ Charlottenburgs unter dem Namen Fürstin-Bismarck-Schule (Lyceum) gegründet, die nach dem Zweiten Weltkrieg nach der berühmten Schriftstellerin Ricarda Huch benannt wurde. Das heutige Gymnasium entstand 1957 aus dem Zusammenschluss dreier Schulen, der „Lietzensee-Schule“, der „Ricarda-Huch-Schule“ und der "Sophie-Charlotten-Schule". Den nun gemeinsamen Namen der ersten preußischen Königin Sophie-Charlotte, der bedeutenden Förderin der Wissenschaft und Künste im frühen 18. Jahrhundert, trägt die Schule seit 1958.

Inhaltsverzeichnis

  1. Leitgedanken
  2. Unsere Schulgemeinschaft – eine runde Sache aus Ecken und Kanten
  3. Das Profil der Sophie-Charlotte-Oberschule
  4. Unterricht und Zusammenleben an der Sophie-Charlotte-Oberschule
  5. Schulorganisation
  6. Gestaltung des Hauses
  7. Evaluation
  8. Ausblick

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Leitgedanken


Überzeugt von der Bedeutung der Bildung für die Entwicklung eines Menschen stellen wir, die Schülerinnen und Schüler, das Lehrerkollegium und die Eltern unserer Schule, der Sophie-Charlotte-Oberschule, unserem Schulprogramm die folgenden Leitgedanken voran:


„Alle anderen Dinge müssen; der Mensch ist das Wesen, welches will.“
Friedrich Schiller, Über das Erhabene

Wissen, was vor uns geschah,
Ergründen, was heute geschieht,
Orientierung für die Zukunft gewinnen.


Lernen für ein Leben
In Freiheit und Toleranz
Auf dem Boden der Menschenrechte.


Unter Bildung verstehen wir, von den eigenen unmittelbaren Interessen absehen zu können und sich dem Wissen der Welt zu öffnen. Wir möchten die Neugier auf die Welt erhalten, Wissen und Werte vermitteln, Perspektiven eröffnen, vorhandene Fähigkeiten fördern und neue entwickeln. Eine von gegenseitiger Achtung und Toleranz getragene Lernatmosphäre ist die Basis für ein produktives Lernen und Miteinander,
auf der sich Individualität und Gemeinschaftssinn entwickeln können. Selbständiges Denken und differenziertes Urteilsvermögen, welche zu verantwortungsbewusstem Handeln anregen, liegen uns am Herzen.

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Unsere Schulgemeinschaft – eine runde Sache aus Ecken und Kanten


Das Zusammenwirken von Schülerinnen und Schülern, Eltern und Kollegium ist notwendig für eine funktionierende Schule. Unterstützt wird die Zusammenarbeit dieser Gruppen von Personen, die im Schullalltag eine wichtige Rolle spielen: der Schulsekretärin, dem Schulhausmeister, der Cafeteriabetreiberin. Was derzeit unsere Schulgemeinschaft ausmacht aber auch zur Außenwirkung beiträgt, haben wir in eine Graphik umgesetzt:


Die derzeit 518 Schülerinnen und 394 Schüler der Sophie-Charlotte-Oberschule kommen aus 49 verschiedenen Ländern und sind Spiegel der kulturellen Vielfalt Berlins. Für den Unterricht und vieles mehr ist ein Kollegium aus 44 Lehrerinnen und 30 Lehrern verantwortlich mit einem Altersdurchschnitt von 46 Jahren. Die Elternschaft der Sophie-Charlotte-Oberschule ist äußerst aktiv und engagiert und setzt sich für
die Entwicklung der Interessen und Fähigkeiten ihrer Kinder sowie das Wohl der Schule ein. Sie fördert mit ihrer kulturellen Vielfalt die soziale und interkulturelle Kompetenz ihrer Kinder, welche diese als besonderes Gut in den Unterricht und das soziale Leben der Schule einbringen. Die Eltern sind sowohl in den Gremien als auch in vielen anderen schulischen Veranstaltungen aktiv.
Eltern, Schülerinnen und Schüler sowie Kolleginnen und Kollegen können die Schule auch finanziell und ideell über den Förderverein der Sophie-Charlotte-Oberschule unterstützen.

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Das Profil der Sophie-Charlotte-Oberschule


Die Sophie-Charlotte-Oberschule ist ein allgemein bildendes Gymnasium. Es beginnt
mit Klasse 7 und führt zum Abitur. Folgende Fächer werden zurzeit an der Sophie-
Charlotte-Oberschule unterrichtet:

  • Deutsch
  • Englisch
  • Französisch
  • Latein
  • Geschichte/Sozialkunde
  • Geografie
  • Politikwissenschaft
  • Ethik
  • Religion
  • Mathematik
  • Informatik
  • ITG (Informationstechnischer Grundkurs)
  • Chemie
  • Physik
  • Biologie
  • Bildende Kunst
  • Musik
  • Darstellendes Spiel
  • Sport


Das Fach Ethik ist seit dem Schuljahr 2006/07 zweistündiges Pflichtfach in der Mittelstufe. Bisher gab es dieses Fach an der Sophie-Charlotte-Oberschule schon im Rahmen eines Schulversuchs. Wir können somit entsprechend ausgebildete Lehrer einsetzen.

Der von der evangelischen und katholischen Kirche an unserer Schule angebotene Religionsunterricht findet ein reges Interesse. Trotz des jetzt verbindlichen Faches Ethik können beide Konfessionen den Unterricht auch in den neuen 7. Klassen weiter anbieten. Eine Kooperation zwischen den Fächern Ethik und Religion ist möglich.

Die Ausrichtung der Schule wird in wesentlichen Teilen durch ihr bewährtes dreigliedriges Profil bestimmt:

  • den Regelzug
  • den Deutsch-Englischen Zug

Mit dem Regelzug bieten wir Schülerinnen und Schülern die Möglichkeit, eine fundierte Allgemeinbildung als Grundlage für ein späteres Hochschulstudium zu erlangen.

Der Deutsch-Englische Zug (DEZ) ist ein Angebot für Schülerinnen und Schüler, Englisch als Arbeitssprache in vielfältigen Situationen und Sachzusammenhängen zu erlernen und differenziert anzuwenden. Mit diesem schon 1989 eingerichteten Zug verfügt die Sophie-Charlotte-Oberschule über die längste Erfahrung in der bilingualen Erziehung in Berlin-Brandenburg. Die in diesem Bereich tätigen Kolleginnen und Kollegen haben im englischsprachigen Ausland studiert oder unterrichtet.
Die Abiturientinnen und Abiturienten des Deutsch-Englischen Zuges erhalten zusätzlich zu ihrem allgemeinen Reifezeugnis ein Zertifikat über dessen erfolgreichen Besuch. Ein Quereinstieg in den Deutsch-Englischen Zug ist möglich. Ebenso können die Schülerinnen und Schüler aber auch den Deutsch-Englischen Zug verlassen, ohne die Schule wechseln zu müssen.

Sowohl im bilingualen als auch im Regelzug wird die erste Fremdsprache Englisch in der 7. Klasse weitergeführt. Als zweite Fremdsprache kommt in dieser Klassenstufe das Fach Französisch hinzu. In der 9. Klasse können die Schülerinnen und Schüler als dritte Fremdsprache Latein im Wahlpflichtbereich belegen.

Bis zum Schuljahr 2005/06 wurde nur in den 7. und 8. Klassen des Deutsch-Englischen Zuges das Fach Englisch mit verstärkter Stundenzahl unterrichtet. Dies trifft ab dem Schuljahr 2006/07 nun für alle neu eingeschulten Schülerinnen und Schüler zu.
Schülerinnen und Schüler, die seit dem Schuljahr 2005/06 den Deutsch-Englischen-Zug besuchen, beginnen nach zwei Jahren mit dem Fachunterricht in englischer Sprache. Die Schülerinnen und Schüler der folgenden Jahrgänge, die den bilingualen Sachfachunterricht gewählt haben, beginnen mit der englischsprachigen Geografie in der zweiten Hälfte des 8. Jahrgangs. Die weiteren von unserer Schule angebotenen bilingualen Sachfächer, d.h. Fächer, die in englischer Sprache unterrichtet werden, sind Biologie (ab Jahrgangsstufe 9) und Politikwissenschaft (im Kurssystem).

Ab Jahrgangsstufe 11 werden interessierte Schülerinnen und Schüler auf die internationale Sprachprüfung des „Cambridge Proficiency Certificate“ vorbereitet. Unsere Schule möchte dem Fremdsprachenunterricht durch Klassen- und Kursfahrten ins Ausland einen überzeugenden Antrieb verleihen. Neben einer unmittelbaren Umsetzung erworbener Kenntnisse in England, den USA und Frankreich, die wir durch Schüleraustauschfahrten ermöglichten, konnten unsere Schülerinnen und Schüler in den letzten Jahren sowohl Englisch als auch Französisch in Italien, Holland und Polen anwenden und sich gegebenenfalls in den jeweiligen Landessprachen üben. Im vorletzten bzw. letzten Schuljahr sind Austauschfahrten in die folgenden Orte unternommen worden:

  • Beckenham (England): 7./8. Klasse
  • Leeuwarden (Niederlande): 9./10. Klasse
  • St. Etienne (Frankreich): 10. Klasse
  • Montgomery (USA): 11. Klasse
  • Florenz (Italien): 11. Klasse
  • New York (USA): 2. Semester

Die durch diese Fahrten entstandenen Partnerschaften werden gepflegt. Diese sollen für die kommenden Schülerjahrgänge weitergeführt und ausgebaut werden. Einige Kolleginnen bemühen sich um einen weiteren Austausch mit Frankreich (Paris).

Die Türen zu europäischen Schulen hat uns u.a. das Comenius-Projekt der Europäischen Union, an dem die Sophie-Charlotte-Oberschule seit 1990 teilnimmt, geöffnet.
Im Rahmen des Belfast-Berlin-Partnership-Projektes hat unsere Schule Kontakt mit einem nordirischen Gymnasium aufgenommen. Politische und künstlerische Themen sollen hier im Vordergrund stehen.

Neben den Sprachreisen unternehmen die Kolleginnen und Kollegen der Sophie-Charlotte-Oberschule mit ihren Klassen und Kursen Ausflüge und Fahrten. Das beginnt mit fünf „Wandertagen“ pro Jahr in der Mittelstufe, die tatsächlich zum Wandern, aber auch zum Besuch der Museen und Institutionen in Berlin und Brandenburg genutzt werden. Die Oberstufenschülerinnen und -schüler haben „Studientage“, die sie im Tutorienverband für längerfristige Projekte nutzen können.

In den letzten Jahren unternahmen viele Kolleginnen und Kollegen freiwillig und mit großem persönlichem und finanziellem Aufwand Klassenfahrten mit ihren Schülerinnen und Schülern. In der Oberstufe verreisen Kurse, die ihre Ziele mit Unterrichtsthemen verbinden oder ihre Untersuchungen vor Ort (etwa am Wattenmeer) durchführen wollen.

Zum besonderen Profil unserer Schule trägt auch das weit gefächerte Angebot im Wahlpflichtbereich bei. Folgende Fächer können von den Schülerinnen und Schülern gewählt werden:

  • Deutsch
  • Latein
  • Mathematik
  • Physik
  • Chemie
  • Biologie
  • Geografie
  • Geschichte
  • Musik

Um auch den Naturwissenschaften Gewicht zu verleihen und hier die Schülerinnen und Schüler individuell und optimal fördern zu können, bieten wir zurzeit in den Jahrgangsstufen 7 und 8 Teilungsunterricht in den Fächern Physik und Chemie an. Das Fach Sport wird in der Sekundarstufe I ebenfalls in Teilungsgruppen unterrichtet. Sofern es die Personalausstattung ermöglicht, soll das Konzept des Teilungsunterrichts ausgeweitet werden.

Wie in der Sekundarstufe I so ist auch in der gymnasialen Oberstufe das Fächerangebot sehr umfangreich, so dass es den individuellen Neigungen der Schülerinnen und Schüler weitestgehend gerecht wird. Folgende Leistungskurse werden von der Sophie-Charlotte-Oberschule angeboten:

  • Deutsch
  • Mathematik
  • Geografie
  • Englisch
  • Physik
  • Geschichte
  • Französisch
  • Chemie
  • Biologie
  • Politikwissenschaft

Die Kombinationsmöglichkeiten der Leistungskurse ergeben sich aus den Vorgaben der Verordnung über die Gymnasiale Oberstufe (VOGO) sowie aus den organisatorischen Rahmenbedingungen innerhalb der Schule.
Schülerinnen und Schüler des bilingualen Zuges sind verpflichtet, Englisch als Leistungskurs zu wählen und Politikwissenschaft sowie Biologie als Grundkurse in englischer Sprache zu belegen. Für die dritten und vierten Prüfungsfächer sowie für die fünfte Prüfungskomponente im Abitur können alle Schülerinnen und Schüler ebenfalls gemäß den Vorgaben der VOGO und den organisatorischen Rahmenbedingungen
aus dem Fächerkanon der Schule auswählen.
Großer Beliebtheit erfreut sich bei unseren Oberstufenschülerinnen und -schülern der Zusatzkurs Musik (Chor).

Neben der schon erwähnten Arbeitsgemeinschaft „Cambridge Proficiency“, die auf eine internationale englische Sprachprüfung vorbereitet, und dem Comenius-Projekt bestimmt eine Vielzahl von außerunterrichtlichen Aktivitäten das Profil unserer Schule.
Dazu gehört die Schülerfirma Scotys (Sophie’s Company of Trading Youngsters), die seit dem Jahr 2000 existiert und sich auf den Geschäftsverkehr mit Schulen englischsprachiger Nationen spezialisiert hat.

Die Politik-AG beschäftigt sich mit aktuellen politischen Fragen und mit den Grundlagen politischen Handelns. Die AG wendet sich an Schülerinnen und Schüler der Mittel-und der Oberstufe.
Im naturwissenschaftlichen Bereich bietet die Sophie-Charlotte-Oberschule eine AG Biologie/Chemie/Physik an.
Musikinteressierten Schülerinnen und Schülern steht der als AG geführte Chor offen. Die Chorabende in der Aula sind gut besucht.
Als Voraussetzung für die Belegung des Faches „Darstellendes Spiel“ im Kurssystem ist die Teilnahme an einer ebensolchen AG in der 11. Klasse verbindlich.
Sportliche Schülerinnen und Schüler können zwischen mehreren Ballsport-AGs wählen.
Um die Ausbildung der Mediatorinnen und Mediatoren kümmert sich eine eigene Mediations-AG.
Aufbau, Änderung und Aktualisierung der Schulhomepage übernimmt die Schulhomepage-AG.
Die Schule bemüht sich außerdem in jedem Jahr, Anregungen der Schülerinnen und Schüler sowie der Eltern aufzunehmen und entsprechende Arbeitsgemeinschaften einzurichten. So ist derzeit eine Ruder-AG im Aufbau.

Großer Beliebtheit erfreuen sich bei der Schulgemeinschaft auch die Soireen in der Aula der Sophie-Charlotte-Oberschule. Zu diesen von Schülern, Lehrern und Eltern organisierten Abendveranstaltungen werden häufig bekannte Persönlichkeiten aus Politik, Wirtschaft und Kultur eingeladen.

Um den Übergang von der Schule in die Berufsausbildung zu erleichtern, bietet das Sophie-Charlotte-Gymnasium verschiedene Veranstaltungen in unterschiedlichen Klassenstufen an:

In der neunten Jahrgangsstufe findet nach den Winterferien ein zweiwöchiges Betriebspraktikum statt. Die Schülerinnen und Schüler haben Gelegenheit, ein Berufsfeldund das Arbeitsleben näher kennen zu lernen.
Zu Beginn der zehnten Jahrgangsstufe besuchen die Schülerinnen und Schüler das Berufsinformationszentrum der Arbeitsagentur. Sie werden in die Benutzung der zur Verfügung stehenden Informationsquellen eingewiesen.
Die 11. Klassen haben die Gelegenheit, an einem von der Versicherungsagentur Allianz in der Schule durchgeführten Berufschancentest teilzunehmen.
Einmal im Jahr findet ein Berufsinformationsabend in der Schule statt, bei dem diverse Berufe von Eltern und geladenen externen Gästen (Vertreter verschiedener Firmen) vorgestellt werden. Diese Veranstaltung wird von Schülerinnen und Schülern sowie Eltern organisiert.
Am Girl´s Day haben alle Schülerinnen jedes Jahr die Möglichkeit, bei ausgewählten Betrieben Berufsfelder zu erkunden. Eine vergleichbare Veranstaltung gibt es neuerdings auch für Jungen.

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Unterricht und Zusammenleben an der Sophie-Charlotte-Oberschule

Die Inhalte der an der Sophie-Charlotte-Oberschule unterrichteten Fächer und die zu erwerbenden Kompetenzen werden im Rahmen von schulinternen Curricula auf der Grundlage der Vorgaben der Rahmenlehrpläne der Berliner Schule und dieses Schulprogramms von den Fachbereichen der Schule erarbeitet und umgesetzt. So unterschiedlich die Persönlichkeiten und Ansprüche der Lernenden und Lehrenden an unserer Schule sind, so vielfältig sind auch die angewandten Unterrichtsmethoden.

Um die Klassen des 7. Jahrgangs mit verschiedenen Lernstrategien vertraut zu machen, finden regelmäßig Projekttage statt, an denen die Schülerinnen und Schüler in Techniken des selbstständigen Lernens eingeführt werden. Dieses Training wird von Kolleginnen und Kollegen geleitet, die sich im Rahmen der Pädagogischen Schulentwicklung (PSE) dafür qualifiziert haben.


Die Kriterien der Schülerbeurteilung und deren Vergleichbarkeit werden auf der Grundlage der gesetzlichen Vorgaben durch die Fachkonferenzen und die Lehrergesamtkonferenz festgelegt. Die Beurteilung der Schülerleistung muss transparent und nachvollziehbar sein.

Um das Zusammenwachsen der Klassengemeinschaften und der Schulgemeinschaft zu fördern und den individuellen Bedürfnissen der Schülerinnen und Schüler gerecht zu werden, hat die Schulkonferenz beschlossen, für die Klassen 7 bis 10 im wöchentlichen Stundenplan eine Klassenratsstunde einzurichten.
Diese Stunden planen und gestalten die Schülerinnen und Schüler zusammen mit ihrer Klassenlehrerin bzw. ihrem Klassenlehrer. Neben schulischen Angelegenheiten können sie in diesem Rahmen auch über persönliche Dinge sprechen.

Bei persönlichen oder schulischen Problemen sowie im Konfliktfall helfen auch eine Vertrauenslehrerin und ein Vertrauenslehrer. Sie bieten regelmäßig stattfindende Beratungszeiten an.

Um die Lösung von Konflikten sind ebenfalls die an der Sophie-Charlotte-Oberschule tätigen Schülermediatorinnen und -mediatoren bemüht. In der schon erwähnten an der Schule angebotenen Arbeitsgemeinschaft erwerben diese Schülerinnen und Schüler die dafür notwendigen Fähigkeiten. Die Mediatorinnen und Mediatoren schlichten zwischen einzelnen Schülerinnen und Schülern, kleineren Gruppen und Klassen. Sie sind bestrebt, Schülerinnen und Schülern zu helfen, ihre Standpunkte zu formulieren, tragfähige Kompromisse zu erarbeiten und die Einhaltung von Abmachungen zu überprüfen.

Für die Suchtprophylaxe steht der Sophie-Charlotte-Oberschule eine eigens dafür ausgebildete Kollegin zur Verfügung. Sie klärt die Schülerinnen und Schüler über die Wirkung und die Gefahren von Drogen auf, informiert u. a. über Spielsucht und Essstörungen, organisiert die Zusammenarbeit mit Polizei und Drogenberatungsstellen und vermittelt Hilfsangebote spezialisierter Träger.
Weitere wichtige Aspekte des Zusammenlebens innerhalb unserer Schule regelt die Schul- und Hausordnung.

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Schulorganisation

Die Schulorganisation erfolgt durch den Schulleiter, dessen Stellvertreter (zurzeit ist diese Stelle noch vakant) und zwei pädagogische Koordinatorinnen. Die Gesamt– und Fachkonferenzen der Lehrerschaft sowie die Eltern- und Schülergremien und die Schulkonferenz als oberstes Beschlussgremium sind entsprechend dem Schulgesetz an der Organisation der Schule zu beteiligen.

Im Jahr 2005 hat das Kollegium der Sophie-Charlotte-Oberschule die Einrichtung einer vom Gesetzgeber vorgeschlagenen „Erweiterten Schulleitung“ beschlossen. Diese „Erweiterte Schulleitung“ ist im schulrechtlichen Sinn ein Beirat, ein Gesprächs- und Beratungsgremium für Schulleiter und deren Stellvertreter. Die „Erweiterte Schulleitung“ kann jeweils am Schuljahresbeginn gewählt werden. Sie soll den Informationsfluss zwischen der Schulleitung einerseits und dem Kollegium, den Schülerinnen und Schülern sowie Eltern andererseits verbessern. Der Schulleiter kann Aufgaben aus seinem Tätigkeitsbereich an die Mitglieder der “Erweiterten Schulleitung“ delegieren. Die Verantwortung bleibt bei ihm.

Der Informationsfluss zwischen Schule, Eltern und Lehrern wird durch eine Vielzahl von Informations– und Beratungsangeboten gefördert.
Neben vielen Angeboten durch die Klassen- und Fachlehrerinnen und -lehrern sowie Tutorinnen und Tutoren, bietet die Sophie-Charlotte-Oberschule interessierten Eltern die Möglichkeit, sich in jedem Schuljahr während eines Elternsprechabends über den Leistungs- und Entwicklungsstand ihrer Kinder zu informieren. Für die Eltern der Siebtklässler bietet die Schule einen zusätzlichen Beratungsabend Klasse 7 im ersten Halbjahr an.
Wir führen in jedem Schuljahr einen „Tag der offenen Tür“ und eine Informationsveranstaltung
zum Deutsch-Englischen-Zug durch.
Auskünfte zu den Wahlpflichtfächern erhalten Schülerinnen und Schüler sowie Eltern in besonderen Veranstaltungen.
In der 12. Jahrgangsstufe führt die „Agentur für Arbeit“ eine Berufsberatung durch.

Alle Schülerinnen und Schüler werden regelmäßig, mindestens zweimal im Halbjahr, in zeitlich sinnvollen Abständen von den Fachlehrern und Fachlehrerinnen über ihre Lern-, Leistungs- und Kompetenzentwicklung sowie ihr Arbeits- und Sozialverhalten unterrichtet.
Elterngespräche sind nach terminlicher Vereinbarung während des gesamten Schuljahres möglich.

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Gestaltung des Hauses

Die Sophie-Charlotte-Oberschule hat das Glück, in einem Gebäude von 1907 beherbergt zu sein. Das Glück liegt in der Solidität der Bausubstanz, einer gewissen Großzügigkeit der Räume und einer Repräsentativität, die den Wert der Schule als Institution unterstreicht.
Die Außenfront erstrahlt seit dem Schuljahr 2005/06 in neuem Glanze. Innerhalb des Schulgebäudes werden die Flure und Treppenhäuser einen neuen Anstrich erhalten.
Die sanitären Anlagen werden seit dem Schuljahr 2006/2007 saniert, ebenso wird die Beleuchtung in den Fluren erneuert und die Elektroinstallation modernisiert.
Der Schulhof wird einen neuen Sportbelag erhalten.
Eine umfassende Neugestaltung der naturwissenschaftlichen Räume beginnt mit der Zusammenlegung zweier Chemiefachräume zu einem großen Experimentiersaal. Die Schule beherbergt eine Cafeteria im Erdgeschoss. Um den bis in den Nachmittag hineinreichenden Unterricht durch angenehme Pausen zu strukturieren, werden die räumlichen Möglichkeiten und das Essensangebot erweitert.

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Evaluation

Die Evaluation ist ein Instrument der Qualitätssicherung in der Schule. In der Sophie-Charlotte-Oberschule gibt es zwei Evaluationsberaterinnen, die die Schulgremien in regelmäßigen Abständen über ihre Ergebnisse informieren. Ein Evaluationsprogramm wird von der Gesamtkonferenz der Sophie-Charlotte-Oberschule im Schuljahr 2006/07 erstellt.

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Ausblick


Schule wird auch in Zukunft ihre wichtigen gesellschaftlichen Funktionen beibehalten. Sie bereitet die heranwachsenden Generationen auf die Anforderungen im täglichen Zusammenleben und auf die Herausforderungen des Studiums und des Berufslebens vor. Sie vermittelt zwischen den Bedürfnissen der Jugend und den Vorstellungen der Alten. Die Schule der Zukunft wird ihre Aufgaben dann erfüllen können,
wenn es ihr gelingt, ihren Schülern und Schülerinnen eine solide Allgemeinbildung zu bieten, die ihnen die Wahl zwischen verschiedenen Alternativen eröffnet. Um ihnen diese Alternativen aufzuzeigen, ist ein engerer Kontakt zu Verbänden (Unternehmen, Gewerkschaften usw.) wünschenswert.

Die erfolgreiche Bildungsarbeit eines Gymnasiums ist abhängig von den Voraussetzungen, die die Schülerinnen und Schüler aus den Grundschulen mitbringen, und sie misst sich an einem erfolgreichen Studium der Abiturienten an den Universitäten bzw. an einer erfolgreich absolvierten Berufsausbildung. Hier gilt es in nächster Zukunft, eine enge Kooperation zwischen unserem Gymnasium und Grundschulen einerseits und den Universitäten sowie Betrieben andererseits aufzubauen.

Wir erachten den Kontakt zu unseren ehemaligen Mitgliedern der Schulgemeinschaft als sehr wertvoll. Wir wollen den Erfahrungsaustausch mit ihnen pflegen und institutionalisieren.

Erfolgreich wird Schule in Zukunft ihre Aufgaben nur bewältigen können, wenn die politischen, personellen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen stimmen. Im Mikrokosmos Schule wird auch weiterhin vieles von der guten Zusammenarbeit von Schülerinnen und Schülern, Eltern sowie Lehrerinnen und Lehrern abhängen. Ein gegenseitiges Vertrauensverhältnis ist hierfür der Schlüssel.

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